16. Juli 2026 / Allgemeines

Auf den Spuren von Konrad Heresbach

Kle App NEWS

Veröffentlicht am 16. Juli 2026 um 11:53 Uhr

Im Oktober jährt sich der Todestag des Humanisten Konrad Heresbach zum 450. Mal. Diesen Jahrestag nahm der Projektkurs Geschichte des Konrad-Heresbach-Gymnasiums aus Mettmann zum Anlass, eine Spurensuche am Niederrhein zu starten. 1496 auf einem Gut bei Mettmann geboren, wirkte Heresbach ab 1523 als Erzieher des Klever Erbprinzen Wilhelm. Sein Lebensmittelpunkt war fortan neben Düsseldorf auch die Gegend zwischen Kleve, Kalkar, Xanten und nicht zuletzt Wesel. Im Rahmen einer Projektwoche begaben sich nun 16 Schülerinnen und Schüler auf eine Reise an den Niederrhein, die selbstverständlich auch nach Kalkar führte.

In der alten Kaufmannsstadt besaß Heresbach durch das Erbe seiner Frau Mechtelt van Duenen ein Haus und verfügte über Grundbesitz. Die Gruppe startete mit einer Stadtführung durch Christa Cattelaens, die das geistige Klima Kalkars zur Heresbachzeit zur Mitte des 16. Jahrhunderts in den Blick nahm und den Schülerinnen und Schülern verschiedene Bürgerhäuser, den Beginenhof und St. Nicolai zeigte. Später empfing Stadtarchivar Mathis Ingenhaag die Mettmanner im Ratssaal des historischen Rathauses. In seiner Funktion als Kuratoriumsvorsitzender der in Kalkar ansässigen Heresbach-Stiftung, die der Humanist gemeinsam mit seiner Frau im Jahr 1557 gründete, gab er den jungen Erwachsenen einen interessanten und abwechslungsreichen Einblick in die Geschichte und die Arbeit der Stiftung.
Besonders dabei: Der Projektkurs konnte seine zuvor erworbenen paläografischen Kenntnisse anwenden, denn Archivar Ingenhaag zeigte neben der Stiftungsurkunde auch weitere Unterlagen aus den letzten Jahrhunderten, um die Zielsetzung, die Arbeitsweise und die materielle Grundlage der Stiftung zu erläutern. Aus dem Magazin brachte er unter anderem die Akten zum damaligen Studenten Konrad Duden mit, der 1848 Stipendiat der Stiftung war. Die Heresbach-Stiftung Kalkar existiert und fördert Bildung und Forschung bis auf den heutigen Tag, sodass der Grundgedanke von Konrad Heresbach und seiner Frau Mechtelt van Duenen auch mehr als 450 Jahre nach Stiftungsgründung weitergetragen wird. 

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