25. April 2020 / Allgemeines

Förderung für Fassaden und Hofflächen

Heute die Fassade von morgen gestalten

Kleve. Vielerorts erfahren die Fassaden in der Klever Innenstadt eine Aufwertung. Dank großzügiger Förderungen durch das Fassaden- und Hofflächenprogramm können sie saniert und modernisiert werden. So auch auf der Großen Straße 77. Die Front der dortigen Immobilie hat eine Frischekur erhalten. Die Fördermaßnahme bietet Interessenten zudem viele weitere Möglichkeiten – etwa eine Begrünung der Fassade, des Dachs oder Innenhofs. Diese bringt viele positive Eigenschaften mit sich.

Die Fassade gereinigt und neu gestrichen, die Holzfenster und -bekleidung ebenfalls mit frischer Farbe versehen: Mit relativ einfachen Mitteln konnte eine Aufwertung der Immobilie an der Großen Straße 77 realisiert werden. Zur Freude von Hans Friedrich Meyer. Der Eigentümer, der dort selbst bereits seit 50 Jahren wohnt, hat dazu das Fassaden- und Hofflächenprogramm in Anspruch genommen, das im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Kleve genau solche Maßnahmen mit bis zu 50 Prozent fördert. „Als ich davon erfahren habe, haben meine Ehefrau Karin Elsa Meyer und ich direkt mit dem Citymanagement Innenstadt Kleve Kontakt aufgenommen“, berichtet er. Die Fassade sei sowieso renovierungsbedürftig gewesen, es sei also genau der richtige Zeitpunkt gewesen. „Von der Antragstellung über die Durchführung bis hin zur Auszahlung der Gelder hat alles sehr gut geklappt.“ Sogar eine zweimalige Verschiebung der Arbeiten und eine damit verbundene Fristverlängerung sei nach Absprache mit der Stadt Kleve unbürokratisch möglich gewesen. Nach nur drei Arbeitstagen eines Klever Malerbetriebs erstrahlte die Fassade schließlich in neuem Glanz.

Begrünung der Immobilie

Das Fassaden- und Hofflächenprogramm eröffnet Hausbesitzern im sogenannten Stadtumbaugebiet jedoch noch weitere Chancen. Sie können ihre Immobilie beispielsweise gleichzeitig modernisieren und der Umwelt etwas Gutes tun, weiß Citymanagerin Lena Börsting: „Das Thema Begrünung steht derzeit hoch im Kurs. In Kleve gibt es in dieser Hinsicht noch Potenzial.“

Besonders auffallend sind Grünfassaden, die sich durch ihren hohen ökologischen und sogar wirtschaftlichen Mehrwert für Innenstädte und die Immobilie auszeichnen. Sie fungieren sowohl im Sommer als auch im Winter wie eine natürliche Dämmung. „Ein Gründach ist hingegen dezenter, bringt aber ähnliche praktische Vorteile mit sich. Genau wie die Grünfassade wirkt es zudem der Feinstaubbelastung entgegen“, ergänzt Börsting. Auch begrünte und entsiegelte Flächen haben einen positiven Einfluss auf das Klima in der Innenstadt – sie sorgen zum Beispiel für eine bessere Abkühlung und einen besseren Abfluss von Regenwasser.

Citymanagement

Wer eine Immobilie im Stadtumbaugebiet besitzt und sich für das Fassaden- und Hofflächenprogramm interessiert, kann sich mit dem Citymanagement Innenstadt Kleve in Verbindung setzen. Citymanagerin Lena Börsting ist telefonisch unter 0 28 21 - 711 56 56 und per E-Mail an citymanagement@kleve.de erreichbar.

Hintergrund

Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2022. „Integriert“ bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden (Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum) und dass unterschiedliche Gruppen und Akteure einbezogen werden. Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

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