Vom 20. bis 22. März 2026 findet an der Emmericher Rheinpromenade eine großangelegte Hochwasserschutzübung statt. Deichverband und THW üben mit bis zu 250 Einsatzkräften den Aufbau der Schutzwände. Bei der Übung kann man zuschauen, jedoch gelten Einschränkungen für Anwohner und Besucher.
Vom 20. bis 22. März 2026 findet an der Emmericher Rheinpromenade eine großangelegte Hochwasserschutzübung statt. Der Deichverband Bislich-Landesgrenze und das Technische Hilfswerk (THW) üben mit bis zu 250 Einsatzkräften den Aufbau von 850 Metern mobiler Hochwasserschutzwände. Die Übung, die der Sicherheit der gesamten Region dient, ist öffentlich einsehbar, bringt für die Dauer des Wochenendes jedoch erhebliche Einschränkungen für Anwohner und den Durchgangsverkehr mit sich.
Die Übung simuliert einen kritischen Rheinpegel von zehn Metern erwartet – ein Szenario, das statistisch alle 50 Jahre eintreten kann. „Das letzte große Hochwasser ist rund 30 Jahre her. Eine ganze Generation hat eine solche Bedrohung nicht mehr erlebt“, erklärt Deichgräf Harry Schulz. „Mit dieser Übung stärken wir nicht nur die Fähigkeiten unserer Einsatzkräfte, sondern wirken auch der ‚Hochwasser-Demenz‘ in der Bevölkerung entgegen und schärfen das Bewusstsein für die enorme Leistung, die hinter dem Schutz unserer Heimat steckt.“
An dem Wochenende werden alleine schon über 180 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerkes aus dem gesamten Regionalstellenbereich Wesel, unter der Federführung des Ortsverbandes Emmerich, im Einsatz sein. Für die Bevölkerung bietet sich die seltene Gelegenheit, die komplexen Abläufe und die beeindruckende Technik des Hochwasserschutzes aus nächster Nähe zu erleben. Insbesondere der Hauptveranstaltungstag, Samstag, der 21. März, verspricht interessante Einblicke.
Umfangreiche Einschränkungen für Anwohner und Besucher
Eine Übung dieser Größenordnung bringt es mit sich, dass Platz für die Einsatzkräften Platz geschaffen werden muss. Das bedeutet für Anwohner und Besucher einige Einschränkungen. Für einen reibungslosen und sicheren Ablauf gelten ab Freitag, den 20. März 2026, ca. 12:00 Uhr bis Sonntag, 22. März 2026, ca. 22:00 Uhr die folgenden Maßnahmen:
Vollsperrung des Rathausvorplatzes und der Stadtplatte
Halbseitige Sperrung des Geistmarktes
Sperrung des Parkplatzes am Regenüberlaufbecken/Kindergarten. Der Schotterparkplatz „Kleiner Wall“ bleibt für Sie nutzbar.
Halteverbote in der Steinstraße und am Alten Markt
Vollsperrung des Treidelpfades unterhalb der Promenade
Ab Samstag, 21. März 2026, 7:00 Uhr gelten außerdem noch folgende zusätzliche Maßnahmen:
Vollsperrung der Zufahrt über die Rheinpromenade zur Stadtplatte für den Fahrzeugverkehr ab Hausnummer 25 (ca. ehem. „Onder de Poort“)
Sperrung der Steinstraße ab der Einmündung „Hinter dem Engel“ für Kraftfahrzeuge
Sperrung des Parkrings ab dem Wassertor in Fahrtrichtung Rheinpromenade für Kraftfahrzeuge
Vollständige Sperrung von Krantor/Stadtplatte – auch für Fußgänger und Radfahrer
Die Außengastronomie entlang der Promenade kann eingeschränkt genutzt werden. Besucher sollte dabei aber beachten, dass der Zugang zur Gastronomie ist ausschließlich über Christoffeltor und Wassertor/Parkring möglich.
Garagen nicht anfahrbar: Für die Häuser an der Rheinpromenade Nr. 19 bis 23 bedeutet dies, dass die privaten Garagen während der Übung (ab Samstagmorgen, 7:00 Uhr) leider nicht anfahrbar sind. Bitte parken Sie Ihre Fahrzeuge bei Bedarf rechtzeitig außerhalb des gesperrten Bereichs.
Halteverbote beachten: Wir bitten Sie eindringlich, Ihr Fahrzeug rechtzeitig aus den eingerichteten Halteverbotszonen (insbesondere in der Steinstraße und dem Alten Markt) zu
entfernen. Um den Aufbau nicht zu gefährden, müssen widerrechtlich geparkte Fahrzeuge leider kostenpflichtig abgeschleppt werden.
Stadtplatte für Fußgänger gesperrt
Wer sich ein Bild von der Übung an der Rheinpromenade machen möchte, sollte folgendes wissen: die Stadtplatte und der Alte Markt (Durchgang Kranktor) sind auch für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Den östlichen Teil der Promenade und die dort gelegenen Gastronomiebetriebe erreichen Besucher und Schaulustige also am besten über die Zugänge Christoffeltor, Wassertor und Parkring. Die Stadt Emmerich am Rhein bittet alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Interessierte Beobachter werden gebeten, die Absperrungen zu respektieren und den Einsatzkräften ausreichend Platz für ihre Arbeit zu lassen.

