9. August 2025 / Allgemeines

Grundschulkinder gestalten

Stadtpläne aus ihrem Blickwinkel

Veröffentlicht am 9. August 2025 um 03:24 Uhr

Kreis Kleve und „Diskurs Niederrhein“ starten interkulturelles Kreativprojekt in elf Städten und Gemeinden.

Kreis Kleve – Die Welt durch Kinderaugen sehen – dieses Projekt geht der Kreis Kleve jetzt an. Gemeinsam mit der „Zukunftswerkstatt Diskurs Niederrhein“ startet die Abteilung „Jugend und Familie“ der Kreisverwaltung das Projekt „Kinder entdecken ihre Kommune – ein Stadtplan aus der Kinderperspektive“. Ziel ist es, Kinder aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes zu beteiligen und ihnen eine Stimme zu geben. Damit leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung, denn Kinder erfahren, dass ihre Sichtweisen zählen und sie ihre Stadt oder Gemeinde verantwortungsvoll mitgestalten können

Dabei gehen Kleingruppen von Grundschulkindern mit und ohne Fluchterfahrung mit offenen Augen durch ihre Stadt oder Gemeinde. Die Kinder heben Besonderheiten hervor, äußern ihre Wünsche und bereiten ihren Weg grafisch auf. „Das Projekt fördert die Kreativität der Mädchen und Jungen, ermuntert zur Partizipation und liefert uns Erwachsenen auf anschauliche Weise Wahrnehmungen, Bedürfnisse und Wünsche aus Kindersicht“, sagt André Amourette, Leiter der Abteilung „Jugend und Familie“. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Landesprogramms „Teilhabe, Demokratiebildung und Extremismus-Prävention für junge Geflüchtete“.

Wer kann teilnehmen?
Projekte gibt es in allen elf Städten und Gemeinden, für die der Kreis Kleve die Aufgabe des Jugendamts übernimmt – also in Bedburg-Hau, Issum, Kalkar, Kerken, Kranenburg, Rees, Rheurdt, Straelen, Uedem, Wachtendonk und Weeze. Geplant sind je zwei Projekttage. Vor Ort begleiten die Fachkräfte vom „Team Raumstation“ von „Diskurs Niederrhein“ die Kinder. Sie werden dabei durch Mitarbeitende der Jugendzentren oder des Kommunalen Integrationszentrums unterstützt, welche in Absprache mit dem Kreis Kleve und „Diskurs Niederrhein“ gezielt mögliche Teilnehmer ansprechen. Ziel ist es, pro Kommune jeweils an beiden Projekttagen eine Gruppe von je zehn Grundschulkindern mit und ohne Fluchterfahrung zusammenzustellen. Die Projektverantwortlichen stellen die Gruppen in den einzelnen Kommunen in Kooperation mit den Schulen, dem Offenem Ganztag und den Jugendeinrichtungen zusammen. Die ersten Städte und Gemeinden starten bereits gegen Ende der Sommerferien. Bis Ende des Jahres sollen alle Aktionen vor Ort abgeschlossen sein.

Was geschieht mit den Ergebnissen?
Die Kinder erkunden weitgehend eigenständig ihre Umgebung, üben sich in Stadtentwicklung und dokumentieren ihre Eindrücke in kreativen Formaten. Die Projektergebnisse werden im Anschluss an die jeweiligen Durchführungszeiträume entsprechend aufbereitet und teilweise zugänglich gemacht. Mögliche Formate sind beispielsweise Aushänge der Stadtpläne bzw. „Wimmelbilder“ in den Jugendzentren der jeweiligen Kommunen oder die Präsentation der Ergebnisse auf dem Respectival des Kreises Kleve.