Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2025 neigt sich dem Ende, die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Ich freue mich sehr, Ihnen erstmals als Ihr Bürgermeister eine frohe Weihnachtszeit und einen glücklichen Start ins neue Jahr wünschen zu dürfen. Ich hoffe, Sie können in der verbleibenden Adventszeit und der Zeit „zwischen den Jahren“ einen Gang zurückschalten, um Kraft für 2026 zu tanken.
Für uns im Rathaus gibt viel zu tun im kommenden Jahr, denn der Weg zu einer modernen, lebenswerten und zukunftsfesten Stadt sind fortlaufende Aufgaben, bei dem es auch immer gilt, seine Strukturen und Prozesse im Blick zu haben, um bei Bedarf nachzusteuern. Mein Ziel ist, unsere Verwaltung noch flexibler, effizienter und attraktiver zu machen. Dabei soll uns auch die künstliche Intelligenz helfen. Wir werden schon im kommenden Monat einen sogenannten Chatbot namens Merlin auf unserer Homepage anbieten. Merlin ist in der Lage, nicht nur Fragen zu beantworten, er kann aktiv durch viele Prozesse führen: von Öffnungszeiten über Terminvereinbarungen bis hin zu einfachen Formularen. Und das natürlich auch außerhalb der Arbeitszeit, 24 Stunden rund um die Uhr.
Ganz wichtig ist mir dabei jedoch: Es geht nicht um moderne Technik um der Technik willen – sondern um besseren Service für Sie, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zu generieren. Dieser Servicegedanke soll sich auch in einem neuen Raumkonzept widerspiegeln, das wir im Rathaus für das kommende Jahr planen. Bürgernähe ist das Stichwort. Ich möchte, dass Sie Ihr Anliegen erledigen können, ohne weite Wege im Haus zurücklegen zu müssen.
Eines der größten und wichtigsten Entwicklungsvorhaben in unserer Stadt ist das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Seit 2023 befindet sich dieses Projekt in der Vorbereitung. Es ist ein gewaltiges Vorhaben, das man durchaus als „Generationenprojekt“ bezeichnen kann. Im Mittelpunkt steht die Vision eines „grünen Gürtels“, der unsere Stadt künftig nicht nur landschaftlich, sondern auch funktional prägen soll. Dazu gehören die Neugestaltung der Verkehrsführung in der Innenstadt mit einer besseren Balance zwischen Mobilität, Aufenthaltsqualität und Sicherheit, die Gestaltung des ehemaligen Verkehrskindergartens als zentraler Erholungsbereich mit vielerlei Freizeitmöglichkeiten und die Umgestaltung von Marktplatz, Klosterplatz und Platz am Steintor: Diese Orte sind Identitätspunkte unserer Stadt.
Im ISEK geht es darum, unsere Stadt zukunftsfähig zu machen – attraktiv, funktional und mit hoher Aufenthaltsqualität.
Der ehemalige Aldi-Markt an der Gartenstraße und unsere Fußgängerzone gehören zwar nicht zum Planungsgebiet des ISEK, müssen aber im Gesamtkontext behandelt werden. Auch hier muss sich etwas tun, mit zum Beispiel einer neuen Möblierung der Voßstraße und einer Überplanung des ehemaligen Aldi-Parkplatzes. Ich denke, alle diese Maßnahmen greifen ineinander. Sie sollen die Innenstadt beleben, Handel und Gastronomie stärken und Goch für Besucher wie für Einwohner moderner und ansprechender gestalten. Alle Planungen werden wir transparent angehen und Sie, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, aktiv beteiligen.
Bildung ist eine Investition in die Zukunft – und deshalb halte ich dieses Thema für eines der wichtigsten kommunalen Aufgabenfelder. Auch hier werden wir aktiv sein und den beschlossenen Neubau der Niers-Kendel-Schule in Asperden vorantreiben. Es wird ein moderner Schulstandort entstehen, der bessere räumliche Möglichkeiten, moderne pädagogische Konzepte, effizientere Nutzung von Ressourcen und vor allem ein nachhaltiges Lernumfeld für unsere Kinder bietet.
Zudem möchte ich mich mit Nachdruck für die Förderung sozialen Wohnraumes in unserer Stadt einsetzen. Es ist mir wichtig, dass auch Geringverdiener, Alleinerziehende, junge Familien, Studierende oder auch Senioren bezahlbare Wohnungen bei uns finden. Eine lebendige, durchmischte Stadtgesellschaft stärkt Integration, Teilhabe und ein friedliches Miteinander.
Ein weiterer zentraler Bereich ist die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Im kommenden Jahr wird ein neuer Wirtschaftsförderer oder eine neue Wirtschaftsförderin bei uns starten. Diese Position stärkt den Bereich inhaltlich und personell deutlich. Doch die Aufgabe geht weit über klassische Wirtschaftsförderung hinaus. Wir denken diesen Bereich künftig integriert, vernetzt und ganzheitlich.
Wir brauchen ein aktives City Management, also die Begleitung des Einzelhandels zur Vernetzung von Initiativen und Stärkung der Innenstadt. Ebenso wichtig ist ein modernes Stadtmarketing, das unserer Stadt ein professionelles Gesicht gibt und uns regional und überregional präsentiert. Unsere touristischen Stärken werden wir dabei ebenfalls im Blick haben und auf sie aufmerksam machen.
Liebe Gocherinnen und Gocher,
unsere Stadt befindet sich in einer spannenden Phase. Wir modernisieren, wir investieren, wir gestalten – und wir tun das mit klaren Zielen: für eine lebenswerte Stadt, eine leistungsfähige Verwaltung, starke Schulen und eine lebendige, wirtschaftlich erfolgreiche Innenstadt.
In diesem Sinne freue ich mich auf ein forderndes 2026 als ein aussichtsreiches Jahr voller Chancen für unsere Stadt.
Ihr Bürgermeister
Stephan Luyven

