28. Mai 2021 / Allgemeines

Gemeinsam für Kalkars Einzelhandel

Kle App NEWS

Stadt Kalkar, Kalkar aKtiv und Wirtschaftsförderung ziehen am gleichen Strang

Der stationäre Einzelhandel befindet sich deutschlandweit in einem Prozess des Wandels. Online-Angebote und die Corona-Pandemie stellen viele Einzelhändler vor große Herausforderungen. Das gilt auch für den Handel in Kalkar. „Den Kopf in den Sand zu stecken, hilft in dieser Situation niemandem weiter. Wichtig sind vielmehr fachkundige Impulse von außen und konkrete Hilfestellungen als erste Schritte zur Lösung von Problemen“, sagt Wirtschaftsförderer Dr. Bruno Ketteler. Die Stadt Kalkar, der Werbering Kalkar aKtiv e.V. und die örtliche Wirtschaftsförderung bringen daher das Aktionsprogramm „Gemeinsam für Kalkars Einzelhandel“ auf den Weg. Zum Pressegespräch hatte die Wirtschaftsförderung aus gutem Grund in das Ladenlokal „Markt 7“ geladen: Nach einem mehrmonatigen Leerstand werden Petra Switalla-Schäfer und Michael Schäfer dort im Juni „Switalla Masskonfektion“ wiedereröffnen.

Genau genommen geht es um vier Arbeitsschwerpunkte, die mit dafür sorgen sollen, dass Ladenlokale auch noch in den nächsten Jahren für ein attraktives Angebot in Kalkar sorgen.

Der erste Baustein steht unter dem Motto „Digital – ohne Qual“. „Es zeigt sich immer deutlicher, dass auch im Einzelhandel kein Weg an Digitalisierungsmaßnahmen vorbeigeht“, stellt Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz fest. „Viele Einzelhändler tun sich mit diesem Thema allerdings schwer und wissen häufig nicht, wie ein Einstieg aussehen könnte.“ Daher wird die Wirtschaftsförderung Kalkar kostenlose persönliche Erstberatungsgespräche vor Ort bei den Händlern anbieten. Professionelle Unterstützung erhält sie dabei von Dipl.-Wirtschaftsingenieur Ludger Seesing. Der gebürtige Kalkarer, seit vielen Jahren Mitinhaber des Büros für Marktmanagement und virtuelle Kommunikation (Mavikom), kennt sich mit Digitalisierungsthemen bestens aus. „Wir werden großen Wert auf eine individuelle Beratung legen, und genau hinschauen, wie die Interessen und konkreten Bedürfnisse des betreffenden Händlers sind“, gibt Seesing einen ersten Ausblick. Terminabsprachen sind über die Wirtschaftsförderung Kalkar problemlos möglich.

Darüber hinaus steht DigitalCoach Markus Schaaf vom Handelsverband NRW bei Bedarf für eine individuelle online-Sprechstunde für Kalkarer Einzelhändler zur Verfügung. Abgerundet wird der Digitalisierungsbaustein durch den Besuch des rollenden „DigitalMobils Handel“, sobald die Coronabedingungen dies zulassen.

Den zweiten Baustein bilden Informationsangebote rund um die unterschiedlichsten Förderangebote, die Einzelhändler in Anspruch nehmen können.

Das dritte Angebotspaket umfasst Unterstützungen für Immobilieneigentümer, die von Leerständen betroffen sind. Das beginnt bei der Gestaltung des leeren Schaufensters. „Schon eine attraktive Schaufensterfolie als Hingucker kann die Qualität der guten Lage eines Geschäfts unterstreichen“, weiß Bruno Ketteler. Ketteler kann sich auch einen Einstieg von Jungunternehmern mittels eines sog. „Pop-up Stores“ vorstellen. Das sind zeitlich befristete Ladenkonzepte, die auf einer provisorisch hergerichteten Präsentationsfläche umgesetzt werden, um die Akzeptanz eines Angebots zu testen. Um frei werdende Flächen neu zu nutzen wird die Wirtschaftsförderung Kalkar ihre Aktion „Ladenlokale für Kunsthandwerker“ aus dem Jahr 2018 wieder aufleben lassen und erneut Kunsthandwerker ansprechen. Bei überzeugenden Nutzungsideen wird sich die Stadtentwicklungsgesellschaft Kalkar wie im Jahr 2018 zeitlich begrenzt an den Nebenkosten beteiligen.

Von zunehmender Bedeutung für den Einzelhandel wird künftig im Übrigen auch Baustein vier, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. „Die Menschen kommen immer häufiger in die Stadt, um hier ihre Freizeit zu verbringen. Diese Frequenz nutzt letztlich auch dem Einzelhandel“, hebt Han Groot Obbink, der Vorsitzende von Kalkar aKitv hervor. Veranstaltungen wie „Sommer in der Stadt“ oder „Kalkar genießen“ hätten sich in den letzten Jahren zu wahren Besuchermagneten entwickelt. „Das wäre natürlich ohne unsere Sponsoren und die Unterstützung der Stadt gar nicht möglich gewesen“, betont Groot Obbink. „Dabei freut mich besonders, dass in den letzten Wochen trotz der Coronapandemie weitere Unternehmen Mitglied von Kalkar aKitv geworden sind und Sponsoringleistun­gen zugesagt haben.“

Der Aufenthaltsqualität weiter steigern wird auch das Integrierte Handlungskonzept der Stadt Kalkar, das schon vor der Pandemie beschlossen wurde. „Jetzt zahlt sich aus, dass wir schon früh gestartet sind. Die Umgestaltungsmaßnahmen in der Innenstadt, das Hof- und Fassadenprogramm sowie der Verfügungsfonds werden die Anziehungskraft des mittelalterlichen Stadtkerns weiter erhöhen“, ist sich Britta Schulz sicher.

In das Gebäude Markt 7 in Kalkar ziehen in Kürze (v.l.n.r.) Michael Schäfer und Petra Switalla-Schäfer. Damit Ladenlokale weiter attraktiv bleiben, setzen sich Bürgermeisterin Britta Schulz, Han Groot Obbink, Ludger Seesing und Bruno Ketteler gemeinsam für Kalkars Einzelhandel ein.

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